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HU/AU in München

Schon Kinder wissen: Wer ein Auto hat, muss es regelmäßig zur Hauptuntersuchung bringen. Der Begriff TÜV hat sich hierfür als allgemeines Synonym durchgesetzt und bezieht sich auf die gleichnamige Prüforganisation. Seit der Abschaffung des TÜV-Monopols dürfen aber auch andere staatlich anerkannte Organisationen die begehrte Plakette vergeben. Gerade in München und Umgebung gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die oft schlicht als HU bezeichnete Pflichtübung zu absolvieren. Ob man nun Dekra, GTÜ, TÜV oder eine der anderen Prüforganisationen wählt, ist meist eine Frage der Einstellung. So schwören manche Halter darauf, ihr Fahrzeug persönlich bei der Prüfstelle der Münchener TÜV-Niederlassung vorzuführen, während andere den praktischen Service einer Werkstatt in Anspruch nehmen, bei der ein Prüfer direkt ins Haus kommt.

Warum eine Hauptuntersuchung?

Die Hauptuntersuchung (HU) soll sicherstellen, dass alle zugelassenen Kraftfahrzeuge, Motorräder und Anhänger ohne Sicherheitsmängel auf den öffentlichen Straßen unterwegs sind. Neben einem Stempel im Kfz-Schein und dem Prüfbericht, der stets mitzuführen ist, dient als einfacher Nachweis die typische Plakette, die am hinteren Kennzeichen des Fahrzeugs angebracht wird. Die in den 1980er Jahren zusätzlich eingeführte Abgasuntersuchung (AU) wurde ursprünglich mit einer eigenen Plakette nachgewiesen; nach einer Reform ist sie mittlerweile Bestandteil der Hauptuntersuchung geworden. Die AU-Plakette auf dem vorderen Nummernschild fällt somit weg.

Hauptuntersuchung – Das wird geprüft

Durchgeführt wird die Hauptuntersuchung nicht von einer Behörde, sondern von einem Prüfer, der für eine der staatlich anerkannten Prüforganisationen tätig ist. Damit überall die gleichen Standards gelten, legt eine Richtlinie den genauen Umfang sowie den Ablauf der Untersuchung fest. Zur Prüfung gehören unter anderem ein Test der Bremsenfunktion, eingehende Sichtprüfungen von Lenkung, Reifen und Bremsanlage sowie die Suche nach Rostbefall tragender Karosserieteile. Aber auch die Beleuchtungseinrichtungen oder der Zustand der Scheibenwischer sind Bestandteil der Prüfungen. Außerdem wird die Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeugs gemäß der StVZO überprüft; dies betrifft beispielsweise Anbauteile der Karosserie, Umbauten am Fahrwerk oder Rad- bzw. Reifenkombinationen, die nicht der Serienausstattung entsprechen. Gegebenenfalls kann eine Eintragung in den Fahrzeugpapieren notwendig werden.

Hauptuntersuchung - Intervalle

Unterschieden wird zwischen erheblichen und geringen Mängeln. Bei geringen Mängeln kann die Prüfplakette dennoch zugeteilt werden, sofern die Beanstandungen schnellstmöglich beseitigt werden. Erhebliche Mängel führen hingegen dazu, dass das Fahrzeug erneut vorgeführt werden muss. Werden die erheblichen Mängel nicht beseitigt, darf das Fahrzeug nicht mehr auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Normale PKW und Motorräder müssen alle 24 Monate zur Hauptuntersuchung, wobei erstmals zugelassene PKW erst nach 36 Monaten vorgeführt werden müssen. Taxis und Mietwagen haben hingegen ein Prüfintervall von nur 12 Monaten. Die HU-Plakette zeigt dabei den nächsten fälligen Prüftermin an. Um Polizeikontrollen zu erleichtern, gibt es für jedes Jahr eine andere Farbe. Die jeweilige Jahreszahl befindet sich in der Mitte, während der für die Prüfung relevante Monat auf der „12-Uhr-Position“ zu finden ist.

Fristüberschreitung

Eine Überschreitung des Termins von bis zu zwei Monaten bleibt folgenlos; eine Rückdatierung erfolgt seit Juli 2012 nicht mehr. Bei einer Verspätung von mehr als zwei Monaten wird neben der HU eine Ergänzungsuntersuchung vorgenommen, die gründlicher ausfällt und daher die Prüfgebühr um 20 Prozent erhöht. Bei einer Fristüberschreitung von mehr als zwei Monaten kann die Polizei zudem Bußgelder verhängen. Zwischen zwei und vier Monaten kostet dies derzeit 15 Euro; zwischen vier und acht Monaten 25 Euro. Wird man mit einer Plakette erwischt, die seit mehr als acht Monaten abgelaufen ist, werden 60 Euro und 1 Punkt in Flensburg fällig.